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Gesund durch die kalte Jahreszeit

Husten, Schnupfen, Fieber – Atemwegsinfektionen haben bald wieder Hochsaison. Mit einfachen Verhaltensregeln und gezielten Impfungen lassen sich Ansteckungen reduzieren und schwere Krankheitsverläufe verhindern. Dr. sc. nat. Sara Burkhard erklärt, worauf es jetzt besonders ankommt.

Text: Rebecca Blatter

Portrait von: Dr. sc. nat. Sara Burkhard

Dr. sc. nat. Sara Burkhard

Oberärztin m.e.V. Innere Medizin und Infektiologie, Stv. Leiterin Medizinisches Ambulatorium

Der Herbst gilt als Auftakt zur Erkältungs- und Grippesaison. Warum erwischt es uns gerade jetzt so häufig?

Wir halten uns wieder vermehrt drinnen auf – viele Menschen auf engem Raum. Dazu kommt die trockene Heizungsluft, die unsere Schleimhäute austrocknet und uns anfälliger für Viren macht. Die Jahreszeit selbst spielt weniger eine Rolle als vielmehr unser Verhalten.

Wie schütze ich mich klug vor einer Ansteckung?

Mit den Regeln, die auch das Bundesamt für Gesundheit empfiehlt: bei Symptomen zu Hause bleiben. Wer krank ist, sollte Abstand halten, Maske tragen, regelmässig lüften, in ein Taschentuch oder in die Armbeuge niesen oder husten und die Hände gründlich waschen. Vor einigen Krankheitserregern schützt zudem eine Impfung.

Wann ist eine Impfung sinnvoll?

Das kommt auf die jeweilige Infektionskrankheit an. Die Grippeimpfung etwa wird Personen ab 65 Jahren, Menschen mit chronischen Erkrankungen und deren Angehörigen sowie Mitarbeitenden im Gesundheitswesen empfohlen. Damit schützt man einerseits sich selbst, andererseits auch Mitmenschen vor einer Grippeerkrankung und möglichen Komplikationen.


Werde ich nicht mehr krank, wenn ich geimpft bin?

Eine Impfung verhindert nicht jede Ansteckung. Sie sorgt aber dafür, dass der Verlauf der Erkrankung meist deutlich milder ausfällt. So können Komplikationen wie eine Lungen-entzündung und damit verbundene Hospitalisationen vermieden werden. Gerade für ältere Menschen oder Personen mit Vorerkrankungen macht das einen entscheidenden Unterschied.

Impfungen werden – insbesondere seit der Coronapandemie – auch kritisch gesehen.

Das stimmt. Als Personalärztin führe ich oft Impfdiskussionen. Und als Infektiologin berate ich Menschen mit erhöhtem Risiko und empfehle passende Impfungen. Fragen und Ängste gilt es ernst zu nehmen und verständlich zu beantworten. Tatsache ist, dass Impfungen zu den wirksamsten und sichersten medizinischen Massnahmen gehören. Dank ihnen konnten Krankheiten bereits ausgerottet werden.

Was gibst du uns für den Start in die Erkältungssaison mit?

Es geht nicht nur um den eigenen Schutz, sondern auch um Solidarität. Wer einfache Hygieneregeln beherzigt und sich über empfohlene Impfungen informiert, trägt entscheidend dazu bei, dass wir gemeinsam gesünder durch den Winter kommen.  

So schützen wir uns

  • Impfen lassen  Vor bestimmten Erregern schützen Impfungen wirksam.

  • Zu Hause bleiben  Bei Symptomen einer Atemwegsinfektion nicht unter Menschen gehen.

  • Regelmässig lüften  Frische Luft verringert die Konzentration von Erregern.

  • Husten- und Niesetikette  Ins Taschentuch oder in die Armbeuge niesen statt in die Hand.

  • Abstand halten  Weniger Nähe senkt das Risiko einer Übertragung.

  • Maske tragen  Besonders bei Symptomen schützt sie andere.  

  • Hände waschen  Mehrmals täglich gründlich mit Seife oder Hände desinfizieren.

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