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Von Atlanta nach Uster: Der neue da Vinci Xi ist da

Ab Oktober 2026 wird am Spital Uster mit da Vinci Xi operiert.

Sarah Buob

Mit dem neuen da Vinci Xi steht unseren Operateurinnen und Operateuren ein System zur Verfügung, das noch mehr Flexibilität während des Eingriffs ermöglicht. Davon profitieren auch unsere Patientinnen und Patienten – insbesondere bei komplexen Operationen.

Unser neuer Operationsroboter da Vinci Xi hat eine weite Reise hinter sich: Von Atlanta in den USA führte sein Weg über die Niederlande bis in die Schweiz nach Uster. Die letzte Etappe legte das mehrere hundert Kilogramm schwere Hightech-System per Lastwagen zurück. Nach der Verzollung verbrachte es seine erste Nacht in der Schweiz auf einer Raststätte.

Am nächsten Morgen wurde der da Vinci Xi an der Warenannahme des Spitals Uster in Empfang genommen. Von dort ging es Schritt für Schritt Richtung Operationssaal. Doch bis aus mehreren Transportkisten ein einsatzbereites Operationssystem wird, braucht es einiges an präziser Vorarbeit: Die Transportwege müssen sorgfältig geplant, die einzelnen Komponenten an ihren vorgesehenen Platz gebracht und das gesamte System von Spezialisten konfiguriert, angeschlossen und kalibriert werden.

Ein Wechsel bei laufendem Betrieb

Eine besondere Herausforderung dabei: Der neue da Vinci Xi kommt nicht zusätzlich zum Einsatz, sondern ersetzt seinen Vorgänger, den da Vinci X. Gleichzeitig läuft der Operationsbetrieb weiter. Bis kurz nach Mittag wird noch mit dem bisherigen System operiert. Dann beginnt der Wechsel: Der da Vinci X verlässt den Operationssaal und macht Platz für seinen Nachfolger.

Der da Vinci Xi wird positioniert, angeschlossen und technisch in Betrieb genommen. Denn zu einem robotergestützten Operationssystem gehören weit mehr als die gut sichtbaren Roboterarme. Patienteneinheit, Bedienkonsole, Bildgebung, Software und weitere Komponenten müssen präzise zusammenspielen. Erst wenn alles eingerichtet, geprüft und kalibriert ist, ist das neue System bereit für seinen Einsatz. Anschliessend werden die Mitarbeitenden mit dem neuen System und seinen Funktionen vertraut gemacht.

Was kann der Neue besser?

Der da Vinci Xi erweitert vor allem die Möglichkeiten der Operateurinnen und Operateure während eines Eingriffs. Seine Konstruktion ermöglicht einen besseren Zugang zu unterschiedlichen anatomischen Bereichen und eine flexiblere Ausrichtung der Roboterarme. Das ist insbesondere bei komplexeren Eingriffen von Vorteil, bei denen in mehreren Bereichen operiert werden muss.

Eine wichtige Neuerung ist die sogenannte «Table Motion». In Verbindung mit einem kompatiblen Operationstisch kann die Position der Patientin oder des Patienten während des Eingriffs verändert werden, ohne dass der Roboter dafür abgekoppelt werden muss. Je nach Operationsphase können dadurch die Lagerung sowie der Zugang und die Sicht auf das Operationsgebiet angepasst werden.

Der da Vinci Xi bietet den Operateurinnen und Operateuren damit mehr Flexibilität während eines Eingriffs. System, Roboterarme und Lagerung lassen sich besser auf die jeweilige Operationssituation abstimmen – und schaffen so zusätzliche Möglichkeiten für eine präzise und individuell angepasste Behandlung.

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